Ich liebe Berlin und seine Taxifahrer. Vor paar Wochen stieg ich nach einer Veranstaltung in ein Taxi nach Hause ein. Ich sagte mein normales ‚Hallo‘, gab Anweisung wohin und machte wahrscheinlich ein paar Bemerkungen (Small Talk) über das Wetter. Er grunzte etwas, das für meine Ohren komplett unverständlich war. Ich fragte ihn was er gesagt hätte und er schüttelte nur den Kopf und murmelte wieder etwas in seinen ‚Bart‘.
Die Deutschen haben eine besondere Art ‚Aaach‘ zu sagen, wenn sie eigentlich ausdrücken wollen, dass das gerade Gesagte kompletter Nonsense war und dass sie eigentlich nichts mit einem zu tun haben wollten. Die Amerikaner würde wohl ‚Whatever‘ sagen um das Gleiche auszudrücken. Der Taxifahrer sagte dieses ‚Aaach‘ begleitet von einer schnellen Handbewegung, die mich wohl woanders hin wünschen sollte.
OK. Gut. Machte mir nichts aus, damit kann ich leben. Dachte ich wenigstens.
Der Mann war um die 60zig. Eindeutig schlecht gelaunt und nicht zum Plaudern aufgelegt.
Ich wusste, dies war eine Fahrten, wo ausnahmsweise mal nicht gesprochen wurde. Die Stimmung wurde aber durch das Schweigen von Minute zu Minute ungemütlicher (manchmal ist Schweigen richtig angenehm, ... aber nicht in diesem Fall). Keine Ahnung warum das so war und bitte fragt mich nicht warum ich mich so ungemütlich fühlte, auf jeden Fall musste ich dieses Schweigen brechen. Nach ungefähr 8 Minuten Fahrt, wir fuhren gerade an einem meiner Lieblingsrestaurants am Savignyplatz 1 in Berlin vorbei, als ich ihn fragte „Was ist Ihre Lieblingsspeise!?“.
Der Fahrer fuhr ganz plötzlich langsamer und drehte sich zu mir um (ja, während er fuhr. Ich wäre fast ausgeflippt in diesem Augenblick). Dann drehte es sich wieder um und nach einer kurzen Pause lachte er laut auf. Dann herschte wieder Stille, für wahrscheinlich 5 Minuten, zumindest kam es mir so vor. Ich hatte eindeutig einen Fehler begannen und fühlte mich wie ein Dummkopf, warum hatte ich nur meinen Mund aufgemacht? Ich begann wieder nach meinem iPod in meiner Tasche zu suchen, um die verbleibende Zeit unserer Fahrt einigermaßen sinnvoll auszufüllen.
Ich war mir nicht sicher, ob ich richtig gehört hatte und fragte ihn, ob er es wiederholen könnte, wobei ich schon auf ein ‚Aaach‘ vorbereitet war. „Weise Bohnen“, wiederholte er, „sind das einzige Gericht, dass ich überhaupt nicht ausstehen kann. Ansonsten liebe ich alle anderen Gerichte.“ Und dann begann er weiterzusprechen:
„Nun, ich denke Schnitzel mit Kartoffeln, ist meine Leibspeise. Nein, ich glaube, nur Kartoffeln. Ja, das stimmt wohl ...“ und dann erzählte er mir, wie wunderbar die Kartoffeln sind, in seinem Heimatort sind und wie er regelmäßig einen guten Freund, der einen Bauernhof besitzt, besucht um sie zu bekommen. Er besucht ihn zwei Mal im Jahr und bringt Kartoffeln, Käse und Wurst mit, die er für eine Saison braucht.
Dies war keine Unterhaltung mehr, denn er hatte das Gespräch komplett an sich gerissen. Aber während ich ihn im Spiegel beobachtete, sah ich, wie sich sein Gesicht von Frustration und Ärger in ein Gesicht voller Aufregung und Passion verwandelt hatte. Er erzählte weiter von der frischen Milch, und den Hühnern mit ihren frischen Eiern (die seiner Meinung nach die besten in Deutschland sind). Ungefähr 3 Minuten von zu Hause unterbrach ich ihn und fragte, ob er selber kochen würde. Er lachte laut auf. „Nein, ich habe eine Ehefrau.
Aber ich weiss genau, was ich liebe.“ Als wir vor meinem Haus ankamen, wollte ich zahlen und aussteigen, aber er hielt die Türen verschlossen und erzählte weiter von Waffeln (seinem Lieblingsnachtisch mit Erdbeeren), Früchten und wie er seiner Enkelin, sobald sie 5 Jahre ist, beibringen will, wie man Waffeln macht. „ Moderne Frauen haben ihren Platz in der Küche verloren“, sagte er (ich sagte wohl besser nichts auf diesen Kommentar). Eine Pause trat ein und er drehte sich zu mir um und bedankte sich dafür, dass ich ihn zum Lachen gebracht hatte. Er erzählte mir, das er bisher noch keine so angenehme Fahrt gehabt hätte, mit einer so angeregten Unterhaltung (wie er es nannte). Seine Worte berührten mich und ich hüpfte freudig zum Eingang mit einem breiten Lächeln auf dem Gesicht. Nun, zum Abendessen gab es nach diesem Gespräch über Kartoffel – Roesti ... Geniese sie!
POTATO RÖSTI
- 1 kilo (2.5 pounds) of raw potatoes
- 1 Tablespoon of salt
- 4 tablespoons of oil for frying
- 1 non-stick medium sized frying pan
- Peel the potatoes and grate them using the large holes of a grater.
- Melt 2 tablespoons of the butter in a non-stick medium (10 inch) sized frying pan to coat the pan.
- Mix the grated potatoes with the salt and place into the oil-coated frying pan.
- Stir for about 3 minutes to just soften the potatoes, then spread the mixture to cover the entire pan, and pat down to form a cake like shape. 5. Continue to fry over medium heat for about 10 minutes, or until the bottom begins to look golden brown.
- Shake the pat to loosen the rösti and slide it onto a large plate. Add the remaining 2 tablespoons of the butter into the frying pan and swirl to coat the pan.
- Slide the half-cooked rösti back into the pan, with the crusty-brown-cooked side up. Press down on the rösti and cook for another 10 minutes or until the bottom is golden brown.
- Cut into slices and serve while warm!
- Serves 4. Extra tip: I added tomato slices and cheese to my rösti. After heating the butter into the pan, place only half of the grated potatoes into the pan and let it cook for about 4 minutes. Then place thin slices of tomato and some grate cheese on top of the potato and cover with the rest of the grated potato and cook until golden brown, and proceed as mentioned above.



No comments:
Post a Comment