Thursday, November 4, 2010

Vegane "Redberry" Butterkuchen, Freundschaft und die Neue Saison

„Freundschaft ist der Pfad unseres Kummers, die Ruhe unserer Passion, die Ableitung unserer Schinderei, das Asyl unseres  Elends, der Therapeut unserer Zweifel, die Klarheit unserer Gedanken“ 
Jeremy Taylor 


Im vergangenen Jahr mietete ich mir eine wirklich kleine Wohnung, da ich mein wunderschönes Appartment nach vier Jahren in Berlin aufgeben musste. Verzweiflungstaten sind meine Schwäche und wohl aus diesem Grund viel meine Wahl auf eine weniger gute Wohnung. Das störenste war die Küche. Es gab eigentlich gar keine Küche, keine Küchenablage, einen antiquierten Herd und einen Ofen, der nur funktionierte, wenn er Lust hatte. Keine Ahnung was in mich gefahren war, als ich einen Vertrag für 9 Monate unterschrieb. 





Nach mehreren fehlgeschlagenen Versuchen zu Kochen, wobei ich beinahe den Herd aus dem Fenster geschmissen hätte, entschied ich dass ich keine andere Wahl hatte als den Mietvertrag zu beenden. Ich musste irgendwie einen Weg finden aus dem Vertrag rauszukommen. Ich war nahe an einer Depression und fühlte mich komplett verloren.
Dieser Zustand verdeutlichte mir, wie wichtig, entscheidend, kritisch ... einfach lebensnotwendig es für mich war, eine funktionierende Kueche zu haben ... wenn auch klein, ich brauchte nur das Wesentliche. Oder ...
Eine mögliche Nachmieterin war ein Mädchen aus Orange County, Californien, die ein Fullbright Scholarship für ein Jahr in Berlin hatte. Sie brauchte sofort eine Unterkunft und ich wollte so schnell wie möglich aus dem Vertrag raus. Wir mochten uns vom ersten Tag an.


Sie zog sofort ein und während der paar Tage, die wir miteinander verbrachten, etablierten wir die Grundlagen für eine solide Freundschaft, wenigstens für die folgenden Wintermonate.
Oberflächlich betrachtet waren wir grund verschieden. Ich bin ziemlich burschikos, trage nie Make-up, habe keinen guten Haarschnitt, was mich aber nicht stört, habe kein Gefühl für Mode, nehme meine Rucksack überall hin mit (hey, das ist doch praktisch?! Eine kleine Handtasche reicht für mich einfach nicht aus!)
Im Gegensatz dazu, Ms P. liebt alles was mit Mode und Fashion zu tun hat. Nur sehr selten verlässt sie das Haus ohne Make-up, sie ist der Inbegriff einer Lady, hat Handtaschen die zu ihren Schuhen passen, Brillen, die zur Kleidung passen, weiss alles über Louboutins, Chanel, … du kannst es dir nun wohl vorstellen.



Aber trotz Make-up und trotz der Chanel Handtaschen verband uns etwas besonderes, die Fähigkeit zur echten Freundschaft. Eine wunderbare Freundschaft, die Trost bereitet und die einem das Gefühl gab zu Hause zu sein, einem Ort wo man ganz sich selber sein und loslassen konnte.
Diese Freundschaft gab mir der Gefühl der Dazugehörigkeit, des Angenommenseins. Wir wussten beide, dass was auch immer geschah, wir konnten uns aufeinander verlassen. Auch wenn wir uns ereiferten und unwohl fühlten, jemand war immer da.



Und das macht einen himmelweiten Unterschied.

Als kleine Geste um die 25 Jahre auf Erden,  den Abschied von Berlin, das gemeinsame Jahr, und die Zukunft  zu feiern, buck ich einen Rote Beeren Butterkuchen (sie wollte eigentlich einen Erdbeerkuchen, aber die Saison war vorbei, also nahm ich was nun in Saison war).

Jeder Freund repräsentiert eine Welt in uns, eine Welt die nicht besteht bevor wir uns trafen, und nur durch das Treffen als eine neue Welt entsteht“ Anais Nin




Wir können wirklich so viel von allen Lernen, die uns begegnen und in unser Leben eintreten, ganz egal, wie lange wir den gemeinsamen Weg gehen oder wie tiefgründig der Austausch ist. Durch P., durch ihre Person und was sie repräsentiert, habe ich gelernt auf mich selber mehr zu hören ... meiner inneren Stimme mehr Aufmerksamkeit zu schenken und mich nach ihr zu richten!

Es war eine wunderbare Reise der Freundschaft, die ich für immer in meinem Herzen tragen werde!
Herzlichen Glückwunsch zum 25. P!... und noch einmal Danke für dein Geschenk – das Geschenk der Freundschaft!




Vegan Moist Vegan Vanilla Cake
  • 2 1/2  cups spelt flour
  • 1 cup potato starch
  • 1 tablespoon plus 1 ½ teaspoons baking powder
  • ½ teaspoon baking soda
  • 2 teaspoons salt
  • 2/3 cup coconut oil
  • 1 cups agave nectar
  • ¾ cup of unsweetened applesauce
  • 3 tablespoons pure vanilla extract
  • grated zest of 1 lemon
  • 1 cup of hot water

Preheat the oven to 160 degrees C. or 325 degrees F. Line 2 your cake tin with baking paper or flour it. 
In a medium bowl, whisk together the flour, potato starch, baking powder, baking soda,and salt. Add the oil, agave nectar, applesauce, vanilla, and lemon zest to the dry ingredients and combine. Stir in the hot water and mix until the batter is smooth.
Pour the batter into the cake tin.
Bake the cake for about 35 minutes or until the top is golden brown in colour. 
The finished cake will be golden brown and will bounce back when pressure is applied gently to the center.
Let the cake cool for about 30  minutes before you take it out to fill. 
For the vanilla cream filling and frosting:
  1. 1 ½ cups unsweetened soy cream
  2. ¾ cup dry soy milk powder
  3. 1 tablespoon coconut flour
  4. ¼ cup agave nectar
  5. 1 tablespoon pure vanilla extract
  6. 3/4 cups coconut oil
  7. 2 tablespoons fresh lemon juice
In a blender or a food processor, combine the soy cream, soy powder, coconut flour, agave nectar, and vanilla. Blend the ingredients for 2 minutes. With the machine running, slowly add the oil and the lemon juice, alternating between the two until both are fully incorporated. Pour the mixture into an airtight container and refrigerate for 6 hours or for up to 1 month. (If you plan to use it as a sauce, store the mixture at room temperature for up to 1 week.)
For the berry sauce:
For each cup of berries, add 1/4 cup of agave syrup and let boil until it has reached the consistency you desire. Let it cool before you prepare the cake.
To assemble:
Cut the cake in half and spread the cake with some of the vanilla cream, on the lower half of the cake. 
Now pour some of the berry sauce on top of the cream. Spread so that it is evenly distributed.
Now carefully place the top of the cake on top of the bottom half, so that it sits perfectly in place. Not you are ready to spread the rest of the vanilla cream onto the cake evenly spreading the cream onto the sides and the top.
As a finishing touch, you can put some of the berry filling on top and there you have it!
Enjoy!!

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